PRESSEMITTEILUNG

Islamische Gemeinschaft verurteilt Angriff auf Berliner CSD

„Wir verurteilen den tödlichen Angriff am Rande des Berliner CSD. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen“, erklärt Ali Mete, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft MillîGörüş (IGMG). Ali Mete weiter:

„Mit Bestürzung haben wir die tödliche Gewalttat am Rande des Christopher Street Day in Berlin zur Kenntnis genommen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der getöteten Frau, den Verletzten und allen Menschen, die diese Tat miterleben mussten. Wir verurteilen diesen abscheulichen Angriff mit aller Entschiedenheit.

Der mutmaßliche Täter wird bisherigen Meldungen zufolge dem sog. IS zugerechnet. Die menschenverachtende Ideologie dieser Terrororganisation steht in fundamentalem Widerspruch zu den Werten des Islams. Der Koran misst dem Schutz des menschlichen Lebens höchste Bedeutung bei. Ebenso gehört die Würde jedes Menschen zu den unveräußerlichen Grundlagen unseres Glaubens.

Wer Menschen angreift, ermordet oder in Angst versetzt, handelt nicht im Namen des Islams, sondern folgt einer menschenverachtenden Wahnideologie. Er missbraucht Religion, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen. Dafür darf es weder religiöse noch politische Entschuldigungen geben.

Terror richtet sich nicht nur gegen die unmittelbar Betroffenen. Er richtet sich gegen unsere gesamte Gesellschaft und gegen das Recht jedes Menschen, ohne Angst und in Würde zu leben.

Die Islamische Gemeinschaft begrüßt die entschlossene Arbeit der Sicherheits- und Ermittlungsbehörden und hoffen auf eine schnelle, umfassende und rechtsstaatliche Aufklärung. Zugleich sollten die laufenden Ermittlungen nicht durch Spekulationen oder pauschale Schuldzuweisungen belastet werden.“